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27.08.2017

Rennbericht Ötztaler Radmarathon 2017-08-27


Bike Event Typ

Marathon

Autor

Sandor Tettenborn

Location

Ötztal

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Freitag Morgen 25.08.2017 6 Uhr- der Wecker klingelt.
Etwas verdöst schaue ich aus der Wäsche. Nehme ich das Simplon- bekannt für extreme Laufruhe, oder das Sarto, ein sehr wendiger Renner.
OK, Bambam, dein Urlaub beginnt aber jetzt. Also raus, Klamotten zusammenpacken. Getränkepulver nicht vergessen ( Magnesium, Eisen usw.)- Mir liegen immer noch im Hinterkopf die Krämpfe beim 70.3 in Wiesbaden. Das durfte in den Alpen nicht passieren. Krämpfe bei Steigungen jenseits der 14 % zwingen einen zum Aufgeben.

Auto vollgetankt, Öl geprüft und ab auf die Bahn.
13:00 Ankunft im Kühtai- . Die Premiere des Ötztaler Pro 5500 steht unmittelbar bevor.158 Profis auf der 238 Km Schleife riecht nach Pulverisierung des Streckenrekordes.
In der Tat : Roman Kreuziger beendet die Schleife nach 6:35 h. ca. 20 min schneller wie die „Jedermänner“
Zimmer Check in. Am nächsten Tag Flaschen füllen und bei 28 Grad ab aufs Rädle nach Längenfeld, weiter nach Gries in so ein Sacktal auf 1500 m. Zurück nach Sölden .
.Abends gibt es dann vom Veranstalter Pastaparty! Carboloading
Sonntag 04:45 Uhr: Der Wecker klingelt. Die Nervosität steigt. Runter zum Frühstück.
Kurz vor 6 raus zur Startaufstellung. Ich glaube es war Platz 1500 oder so. Mittendrin halt bei 12 Grad 6.45 der erste Startschuss fällt, aber es tut sich nichts. 2 Min. später rolle ich langsam an. Richtung Ötz auf 820 m. Es ist ziemlich frisch auf der Abfahrt- das sollte sich aber bald ändern! 32 Km gefahren in 36:20 min 
Die erste Steigung-18,5 km lang mit knapp 1200 hm geht los, der Puls hoch und es wird wärmer….
Bei mir läuft es gut. Gefühlt Besser wie 2015, bis Höhe 1500 m bei Ochsengarten liege ich mit 330 W / NP doch deutlich über der Zielpace von 310 W. Ich nehme etwas raus und Stephan kommt langsam vorbeigezuckelt. Kurz darauf treffe ich auf Michaela. 2020 m Kühtai ist erreicht um 08:45 in etwa der 2015 er Zeit. Michaela überhole ich noch vor der ersten Galerie wieder. Gewicht hat halt auch Vorteile.
Auf der Abfahrt ist es recht voll- aufgrund meiner 6. Teilnahme, nichts neues für mich - lasse ich es laufen. .
Wahnsinn: Tempo 112 Km/auf dem Tacho . Persönlicher Rekord.
Im Temporausch durchs Sellraintal nach Innsbruck.
Der Berg Isel steht vor uns und es geht immer noch gut gelaunt zum Brenner hoch. Am Brenner treffe ich auf Jakob Zurl. Ein Reiseanbieter für Himalayareisen Manali Leh und nonstop Fahrer dieser Tortur in 38 h bis auf 5630 m Meereshöhe.
Und so verliere ich bis zur Passhöhe ca. 6 min zur 2015 er Zeit. Doofes Geplapper !!!
Dieses Jahr nur ein kurzer Stopp und weiter durch Gossensass nach Sterzing zur nächsten Rampe, dem Jaufenpaß auf 2094 m. Da ich unterwegs immer schon gegessen und getrunken habe- dazu mehrere Gels- geht es mir immer noch sehr gut und ich überquere um 12:45 die Passhöhe. Auf der Abfahrt dann ein paar Bilder, die man nicht braucht. Unfälle. Die Leute fahren aber aggressiver wie die Jahre zuvor.
St Leonhard ist erreicht. Jetzt steht da nur noch dieses eine Teerblase in Form eines Hügelchen „Timmelsjoch“ mit 2509m im Weg. ;-)
Drüber und zurück nach Sölden. Nur das die Steigung fast 30 km mit knapp 1800 Hm hat….
Die Labe Schönau auf ca. 1750 m Meereshöhe erreiche ich nach ca. 1 h. Aber der Hammer in Form der letzten Kehren zum Tunnel steht noch bevor Die Sonne brennt an den Hängen des Timmelsjoches. Erbarmungslos winden sich die Kehren gen Himmel. Endlich: Der Tunnel. Im fastdunkel durch, eine kurze Abfahrt durchs Mondgelände, hoch zur Mautstation und dann nur noch runter nach Sölden.
Jetzt nur keinen Fehler mehr machen. Bambam, konzentriere dich. In der kleinen Steigung nach Zwieselstein bleibe ich vorne auf 53 und ziehe durch. Bestimmt noch mal 10-15 Plätze gut gemacht. Zieleinfahrt. Die Uhr bleibt bei 9:28:05 stehen. Ich fühle mich immer noch gut.
Transponder abgeben, Pfand holen, das begehrte Finischer Trikot und ab ins Hotel zum Duschen

Fotos